Oktober 12th, 2014

Südfrankreich 2014

Nach den Ferien ist vor den Ferien
Gemäss diesem Motto bin ich kurz nach der Dolomiten-Reise gleich wieder losgezogen. Dieses Mal ging es nach Südfrankreich mit flywithandy.ch
Während die Strumpfhosen und dicken Handschuhe in den Dolomiten im Dauereinsatz waren, blieben diese dieses Mal brav zu Hause. Und Frankreich verwöhnte uns mit bestem Herbstwetter und T-Shirt-Temperaturen!

Am Samstag, 4.10. ging die Reise mit dem Bus in Zürich los. Wenig später (jedenfalls hat es sich so angefühlt, offiziell dauerte es ca. sechs Stunden) standen wir bereits am Startplatz in Aspres-sur-Buëch, wo uns bereits perfekte Bedingungen erwarteten. Der zweite Bus, der in Bern weitere Piloten aufgeladen hatte, traf gleichzeitig ein und aus diesem stiegen sowohl alte Bekannte, als auch neue Flugkollegen aus. Nach der Begrüssung und dem ersten Briefing hielt uns schliesslich nichts mehr am Boden und wenig später waren alle in der Luft. Soaren, Toplanden, Geniessen! Es war schon dunkel, als wir uns nach Gap zu unserem Hotel begaben. Ein perfekter Start in die Woche.

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Der Sonntag sah zunächst nicht sehr vielversprechend aus. Trotzdem begaben wir uns an den Startplatz, dieses Mal auf den Chabre bei Laragne. Zuversichtlich starteten die ersten bei schönem Aufwind in die Luft. Wenig später trafen alle am „Absauf-Landeplatz“ wieder ein. Thermik war leider kaum vorhanden. Nach einer Pause in Laragne ging’s wieder nach Aspres, wo noch ein gemütlicher Abendflug möglich war.

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Am Montag lockte uns bestes Flugwetter erneut auf den Chabre. Schliesslich hatten wir am Vortag Pläne geschmiedet, die es nun umzusetzen galt. Die Basis war etwas tiefer als gedacht, was uns aber nicht davon abhielt mit Basishöhe in Richtung Aspres loszufliegen. Leider reichte die Höhe nicht ganz um an der nächsten Kante anzuhängen, und so fanden wir uns nach einem 8-Kilometer-Gleitflug wieder am Boden zurück.
http://www.xcontest.org/world/en/flights/detail:BarbaraW/6.10.2014/10:58
Vom Boden aus konnten wir zusehen, wie Kaspar, der ein paar Höhenmeter mehr mitgebracht hatte, die nächste Thermik erwischte und wieder aufdrehen konnte. Er schaffte es schliesslich fliegend bis nach Aspres-sur-Buëch, während wir mit dem Bus zum Startplatz gefahren wurden. Der Wind hatte inzwischen aufgefrischt und war für die meisten zu stark zum Starten. Gegen Abend wurde der Wind schliesslich wieder etwas schwächer und wir konnten alle einen herrlichen Flug, Sonnenuntergang inklusive, geniessen. Zum Glück war der Landeplatz riesig, so dass man ihn in der Dämmerung noch ausfindig machen und richtig ansteuern konnte 😉
Das wohl beste Abendessen der Woche konnten wir auf dem Weg ins Hotel in einem zufällig ausgewählten Restaurant geniessen.

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Am Dienstag ging die Reise weiter nach Saint-André-les-Alpes. Unterwegs lud das Städtchen Sisteron zum gemütlichen Bummeln und Sightseeing ein. Als wir am Abend in Saint-André eintrafen, sahen wir bereits Schirme in der Luft. Also nichts wie los zum Startplatz. Die Fleissigen trugen an diesem Tag drei Flüge ins Flugbuch ein, anderen genügte ein gemütlicher Abgleiter. Auf jeden Fall eine gute Möglichkeit sich mit dem Gebiet vertraut zu machen.

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Der Mittwoch war schliesslich vom Morgen bis Abend fliegbar. Und brauchte man mal eine Pause vom vielen Fliegen, konnte man sich am Landeplatz bei Glacé und kühlen Getränken erholen und sich die warme Oktober-Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Oder man landete direkt beim Startplatz rein und genoss dort die Aussicht und das herrliche Wetter. Ein Flugtag vom Feinsten!

Am Donnerstag entschieden unsere beiden Guides Andy und Verena eine niedrigere Kante anzusteuern, da der Wind für diesen Tag doch recht kräftig aussah. Am Col de Bleyne, südöstlich von Saint-André waren Startplatz-Erkundung und Parawaiting angesagt. Der Wind und die Bewölkung liessen schliesslich keinen Flug zu, weshalb wir uns unverichteter Dinge zurück nach Saint-André begaben. Als wir am Chalvet, der Hausberg von Saint-André, Schirme in der Luft erblickten, fuhren wir direkt zum Startplatz, um wenig später in der Luft zu sein. Bei feinen Bedingungen konnten wir schliesslich noch einen wunderschönen Abendflug geniessen und – wie so oft – im Dunkeln landen.

Mein Flugkonto war bereits gut gefüllt und für den Freitag sah es nochmals gut aus. Die Thermik am Freitag Vormittag war allerdings etwas gar turbulent, weshalb sich einige nach einem Morgenflug eine ausgiebige Pause am Landeplatz gönnten. Gegen 16.00 Uhr wurde die Thermik grossflächiger und es stieg überall. Zeit für einen zweiten Flug. Und dieser Flug sollte der Schönste der Reise werden: grossflächiges Steigen überall, eine Basis bis 2‘200 Meter, die später noch auf knapp 3‘000 Meter stieg und Geier, die mit uns kreisten. Überall, wo man hinflog, ging es wieder rauf.

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Runterkommen war ohne Abstieghilfen kaum möglich. Als die Letzten unserer Gruppe im Dunkeln am Landeplatz eintrafen, war ein riesen Grinsen bei allen auf dem Gesicht zu erkennen. Perfekter hätte der Abschlussflug nicht sein können!
http://www.xcontest.org/world/en/flights/detail:BarbaraW/10.10.2014/14:08

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Als wir am Samstag Morgen von Donnergrollen und Regen geweckt wurden, zeigte uns das Wetter, dass es nun an der Zeit war, nach Hause zu fahren.

Wir hatten grosses Glück mit dem Wetter und konnten an sieben von sieben Tagen fliegen. Dies war nicht zuletzt möglich, durch die perfekte Organisation und Wetterinterpretation durch unsere zwei Guides Andy und Verena. Und dank unserem Fahrer Andre erreichten wir jeden Startplatz und jedes Hotel sicher und in einem Stück – VIELEN DANK dafür!

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Die Thermik- und Soaringflüge in der warmen Luft von Südfrankreich waren eine grosse Entschädigung für den katastrophal flugarmen Sommer. Diese Flugregion wird sicher auch ein Plätzchen in meinem zukünftigen Flugkalender finden 😉
Barbara

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One Response to “Südfrankreich 2014”

  1. Südfrankrich esch emmer super..:-)

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