April 16th, 2015

San Fermo 2015 – Oder: Züri meets Emmental

Bereits zum 4. Mal ging es am vergangenen Donnerstag zusammen mit Club-Kolleginnen und -Kollegen auf den San Fermo zum Trainingscamp mit Andy und seinem Team (www.flywithandy.ch). Mit Ausnahme von 2013, wo das Camp leider abgesagt werden musste, durften wir seit 2011 immer von super Wetter profitieren.
Auch in diesem Jahr hatten wir Wetterglück: War der Startplatz drei Tage vorher noch mit einer Schneeschicht überzogen, erwartete uns am Anreisetag eine trockene, grün-braune Wiese – unsere Spielwiese für die nächsten 4 Tage.

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Dieses Jahr fand das Camp unter dem Motto „Club meets Club“ statt. Als zweiter Club wurde der Gleitschirmclub Emmental (www.gcemmental.ch) ausgewählt. Die Idee entstand auf der Südfrankreich-Reise 2014, wo neben zwei PGZHlern auch ein GCE-Vorstandsmitglied dabei war. Für diese Idee liess ich mich mit meinen emmentalerischen Wurzeln natürlich sofort begeistern.

 

 

So versammelten sich 7 PGZHler, 11 Emmentaler und 8 weitere Piloten/innen am Donnerstag Nachmittag auf dem San Fermo Startplatz. Während die einen eine Einführung ins Rückwärtsstarten erhielten, schwangen sich andere bereits in die angenehm warme Luft. Der Nachmittag wurde genutzt, um sich mit der Frühlingsthermik und dem Gebiet vertraut zu machen. Da es doch recht stabil war, beendeten wir den Tag mit einem Flug runter nach Casazza und so sassen wir wenig später in der Bar beim Landebier. So viel zu unseren Plänen, die ganzen 4 Tage auf dem Berg zu bleiben 😉
Nach einem – wie gewohnt – leckeren 4-gängigen italienischen Essen ging es dann auch bald ins Bett, da uns weitere 3 Flugtage erwarteten.

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Der Freitag begann mit einem ausführlichen Wetterbriefing und der Videoanalyse der Starts und Landungen vom Vortag. Nach der Theorie war wieder Praxis angesagt: Groundhandeln, Thermikdrehen, Toplanden – ein San Fermo Tag wie er im Buche steht. Einzig die Stabilität war etwas störend, da sie manchmal das Toplanden verhinderte und man sich am mittleren Landeplatz San Antonio wiederfand. War aber nicht weiter tragisch: dank Fahrer Fretsch stand man meistens nach wenigen Minuten wieder oben.

Am Samstag bliess der Wind etwas kräftiger, weshalb nach einer morgendlichen Flugrunde vorerst mal eine Flugpause angesagt war. Wieso nicht mal im Beizli einkehren und leckere Piadinas geniessen? Nach einem stärkenden Cappuccino ging’s zurück zum Startplatz, wo es sich mit kleineren Schirmen gut spielen liess. Später durften dann auch die grossen Schirme wieder in die Luft. Auch dieser Tag endete mit einem Flug runter ins Tal. Die Bar und das Landebier warteten schliesslich schon. Fast etwas spät trafen wir im Hotel ein, wo schon das Nachtessen und der legendäre Tanzabend auf uns warteten! Wie es sich gehört, hielten wir durch, bis die Musik schliesslich aus war.

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Der Sonntag war nicht weniger sonnig als die vorangegangenen Tage. Da der Bus wegen einem Autorennen nicht zum mittleren Landeplatz fahren konnte, war Toplanden Pflicht. Einige Mutige getrauten sich raus und schafften es alle wieder zurück zum Ausgangspunkt. Andere nutzten den Aufwind zum Groundhandeln.
Und wer gerade nicht mit dem Schirm spielte, zählte die toplandenden Piloten. Spannend war natürlich dass Duell zwischen Zürich und Emmental. Bei 4:2 für Züri habe ich aufgehört zu zählen 😉 (die Emmentaler dürften später noch aufgeholt haben …)
Am frühen Nachmittag war schliesslich Verabschieden angesagt: Andy und Verena und drei Camp-Teilnehmer blieben auf dem Berg, um ins drei-tägige XC-Camp zu starten. Für alle anderen stand der Flug ins Tal an. Also ein letztes Mal rausstarten, noch einmal etwas Höhe tanken und die Aussicht geniessen und dann den Landeplatz ansteuern. Pünktlich versammelten sich alle in der Pizzeria und wenig später ging es mit zwei vollbepackten Bussen zurück nach Hause.

Die vier Tage fühlten sich an wie eine Wochen Ferien. Einfach abschalten und fliegen und geniessen und ganz nebenbei die fliegerischen Fähigkeiten verbessern. Neben den fliegerischen Fähigkeiten durfte ich auch gleich mein Bärndütsch auffrischen und neue Bekanntschaften machen. Auf dem einen oder anderen Hoger wird man sich sicher wieder mal begegnen – oder im nächsten Jahr, wenn es wieder heisst: auf nach San Fermo!
Wir freuen uns jetzt schon! 😀

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Herzlichen Dank an alle für die super Zeit! Besonderer Dank geht an Andy, Ramona, Verena, Simone und Fretsch für die kompetente Betreuung, die Tipps und den Shuttle-Service!

Barbara


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