September 4th, 2016

Ds Bärner Oberland isch schöhööhööön – PGZH goes BeO

Nachdem schon viele geplante PGZH-Events wegen fehlendem Flugwetter abgesagt werden mussten, wurde an der diesjährigen GV beschlossen, dass wir im Sommer einen Wochenend-Trip planen, welcher auch Alternativprogramme beinhaltet und bei jedem Wetter durchgeführt wird.
Die Wahl fiel auf Interlaken, denn im Umkreis von nur wenigen Kilometern tummeln sich dort einige der schönsten Fluggebiete der Schweiz. Zudem fliegt es am Beatenberg fast immer (die Rede ist von mehr als 300 Flugtagen im Jahr!) Und: Interlaken bietet zudem auch attraktive Alternativprogramme. Der ideale Platz also um ein Wochenende dort zu verbringen. (Dass ich mich mit meinen Berner Wurzeln dort besonders heimisch fühle, war dann noch ein Zückerli 😉 )

Nun war das Planen eines Alternativprogrammes leider für die Katz und musste am Freitag Abend abgesagt werden – denn: perfektes Flugwetter stand auf dem Programm!
So machten sich 16 PGZH-Mitglieder am Samstag, 27.8., auf den Weg ins Berner Oberland. Nachdem die Auto-Fraktion am Brünig kurz im Stau stand, weil sich ein Auto auf der Gegenfahrbahn auf die Seite gelegt hatte, trafen die Zugfahrenden gemütlich in Interlaken ein (Urs hatte es richtig prophezeit: auf die Zentralbahn ist eben Verlass 😉 ). Nur wenig später trafen sich alle gutgelaunt beim Bahnhof Interlaken Ost. Nach einem ausführlichen Wettercheck wurde schliesslich Grindelwald als Destination ausgewählt. Nach dem Neu-Verteilen aller Personen auf die Autos ging’s weiter nach Grindelwald. Voll motiviert ging’s zur First-Bahn, doch leider fuhr diese wegen Elektro-Problemen bis auf unbestimmte Zeit nicht (es sollte nicht das einzige Elektro-Problem an diesem Tag bleiben …).

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Ok – dann werden die Autos halt nochmals eingesetzt – dieses Mal für die Fahrt bis zur Mittelstation. Das eine oder andere Auto gelangte bei den steilen Strassen und der schweren Last allerdings an seine Grenzen, aber auf Hike&Fly hatten wir einfach gerade keine Lust ;-). Irgendwie hatten wir es schliesslich alle bis zur Mittelstation geschafft und die Fahrt ging mit der Seilbahn bis zur First weiter. Die wunderschöne Aussicht, die sich einem bietet, wenn man zum Startplatz runterläuft, ist jedes Mal von Neuem eindrücklich! Zwei Locals stellten sich spontan für eine Fluggebietseinführung zur Verfügung und versorgten uns mit praktischen Tipps zu den Landeplätzen, Flugrouten, Lufträumen und Haus-Schläuchen. Danke viu Mau!

Ausgerüstet mit diesen Tipps hielt uns dann bald auch nichts mehr am Boden und nach und nach schwangen sich alle in die Luft. Leider wurde aus dem geplanten Rudelfliegen nichts, da es doch recht selektiv war und nicht alle den Weg in die Höhe fanden. So standen einige PGZH-Piloten, inkl. mir, früher als gewollt, am Landeplatz in Grindelwald am Boden. Wobei man sagen muss, dass die Landung in Grindelwald auch attraktiv ist – fliegt man doch an der imposanten Eiger-Nordwand vorbei!

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Fast die Hälfte der Truppe flog via Faulhorn, über die die Schynige Platte und erreichte schliesslich Interlaken und durfte inmitten der Stadt auf der Höhenmatte, vor den Augen vieler Touristen, zur Landung ansetzen. Zudem gesellten sich noch weitere PGZH- und andere Piloten, die in Fiesch im Wallis gestartet waren (und damit die sehr anspruchsvolle Alpenquerung realisierten) zu unserer Truppe. Marco machte noch einen kurzen Abstecher zum Niederbauen (oder war es ev. doch das Niederhorn … Die Antwort kennt nur er und das GPS 😉 ).

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Flug Marco: http://www.xcontest.org/switzerland/en/flights/detail:gustovolo/27.8.2016/11:08
Flug Daniela: http://www.xcontest.org/world/en/flights/detail:Biestli/27.8.2016/11:17
Flug Dani: http://www.xcontest.org/world/en/flights/detail:dschmitt/27.8.2016/09:28

Für die in Grindelwald Gegroundeten galt es zuerst mal die Autos wieder einzusammeln (vielen Dank an Stefan und Martin!) und bei einem kühlen Getränk und Glace wieder auf Betriebstemperatur runter zu kühlen. Als wir uns schliesslich auf dem Weg nach Interlaken machen wollten, versagte auch noch die Elektronik meines Autos. Wahrscheinlich war es einfach etwas überhitzt, wie wir alle, oder hatte mit der Höhe zu kämpfen. So mancher Local, der auf dem Parkplatz vorbei ging, konnte sich eine ironische Bemerkung bezüglich des ZH-Kennzeichens nicht verkneifen. Auf alle Fälle tat das geliebte Flugmobil keinen Wank mehr und nur der liebe TCS (dieser Post enthält Produktplatzierungen) konnte nun noch weiterhelfen. Nach zwei Stunden in der Sonne, sorgte ein aufziehendes Gewitter für Schatten (vorerst zum Glück ohne Regen) und Abkühlung. Offenbar gefiel dies dem Auto so gut, dass es beschlossen hatte, seinen Streik zu beenden – puuuh! Unterwegs gab es noch eine kräftige Autowäsche, da sich die Wolken nun entleerten. Gut waren alle unsere Piloten bereits am Boden und beim Landebier!

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In Interlaken fand sich unsere Gruppe schliesslich wieder zusammen und gemeinsam ging’s zum Abendessen.
Die Menü-Karte des Restaurants Des Alpes enthielt viele verschiedene Gerichte, die Wahl fiel bei den meisten auf Rösti. Bei der Bestellung wechselten 5/6 des Tisches spontan noch zum Rinds-Entrecote (da dieses im Gegensatz zu Zürich in Interlaken noch bezahlbar ist 😉 ). Und es war guuuuut! 🙂
Nach dem leckeren Essen ging’s zurück in unsere Villa (ja, die heisst wirklich so www.villa.ch), wo alle nach einem Schlummertrunk erschöpft ins Bett fielen (es wird gemunkelt, dass unser Neumitglied C.N. aus D. noch das Nachtleben von Interlaken austesten ging, als wir schon vom vergangenen Flugtag träumten).

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Aber zurück zum Fliegen: am Sonntag wartete gleich noch ein sonniger Tag auf uns. Allerdings drohten am späten Nachmittag Gewitter aufzuziehen. Es galt also, ein Fluggebiet auszuwählen, das rasch und mit einer Seilbahn zu erreichen war (die Autos sollten mal geschont werden …), einfache Start- und Landeplätze hat und in dem sich früh Thermik entwickelt. All dies gibt es auf dem Hasliberg/Planplatten in Meiringen. Wenn der Militärflugplatz am Wochenende ruht, lässt es sich wunderbar dort fliegen.
Oben angekommen, wurden wir von einem Jodel-Chor empfangen, welcher gerade ein Ständchen zum Besten gab. Als wir den Startplatz erreichten, waren noch wenige lokale Piloten vor Ort, die die Schläuche hätten anzeigen können. Als sich schliesslich zwei Schirme in die Höhe schraubten, waren unsere Leute dann auch bald am Start und in der Luft.

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Wieder erwischte ich einen ungünstigen Moment um zu Starten und hatte gegen das Absaufen zu kämpfen. Das Glück schien an diesem Wochenende nicht auf meiner Seite zu sein. Marco steuerte schliesslich zielstrebig eine Kante an und zeigte einen Schlauch an, der sich gerade formierte. Flügel an Flügel konnten wir schliesslich die Thermik ausdrehen – so macht’s doch Spass! Glücklich darüber wieder etwas Abstand zwischen mich und den Boden gebracht zu haben, genoss ich die famose Aussicht. Nach etwas Herumgekurve beschloss ich, den Flug mit einem gemütlichen Gleitflug zum Reichenbachfall und einem Fotoshooting mit Eva ausklingen zu lassen.

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Beim Landeplatz angekommen, welcher direkt vor der Aareschlucht liegt, war noch kaum Talwind vorhanden. Schon bald nach der Landung frischte der Wind jedoch auf und es galt, das Wetter und v.a. die Wolkenentwicklung gut im Auge zu behalten. Doch der Wettergott hatte ein Einsehen und gewährte uns allen genügend Airtime.

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Bruno und Markus machten sich auf in Richtung zu Hause, Marco und Daniela gingen ein Bisschen die Gegend erkunden, landeten aber schliesslich – wie alle anderen – sicher und glücklich in Meiringen. Dort wartete schon das Beizli auf uns, welches sich praktischerweise gleich neben dem Landeplatz befindet. Bei kühlen Drinks liessen wir dieses gelungene Flugwochenende ausklingen, bevor wir uns dann alle wieder auf die Autos und den Zug aufteilten und die Reise zurück nach Zürich in Angriff nahmen.
Flug Marco: http://www.xcontest.org/switzerland/en/flights/detail:Hubair/28.8.2016/10:12
Flug Bruno: http://www.xcontest.org/switzerland/en/flights/detail:Brunojaeger/28.08.2016/10:18

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Auch wenn es die eine oder andere Panne gab, darf dieser PGZH Sommer-Event trotzdem als erfolgreich verbucht werden, denn alle durften ein tolles Wochenende, mit zwei tollen, unbeschwerten Flügen in der eindrücklichen Berglandschaft des Berner Oberlands geniessen.
Vielen Dank an unseren Koordinator Stefan für die super Organisation und das Shutteln der gestrandeten Piloten. Danke an die lokalen Piloten für die Tipps und natürlich danke an alle, die dabei waren und für ein unvergessliches Wochenende gesorgt haben!
Und als Fazit darf man sagen: Äs isch haut eifach cheibä schön im Bärner Oberland! Mir chömä widr, gäuät!
Barbara

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