August 14th, 2012

PGZH goes Basel

Am vergangenen Samstag stand seit Langem wieder mal Bise auf dem Programm. Unser Basler-Mitglied Jan hatte uns auf einen Flugtag vom Delta/Para-Club Hohwacht (www.dpch.ch ) aufmerksam gemacht, der an diesem Tag stattfindet. Da wir PGZH-ler immer gerne was Neues ausprobieren, entschieden wir uns nach Lauwil/BL an dieses Fest zu fahren.

Knappe 90 Minuten später trafen wir im Basler Jura ein. Etwas überrascht wurden wir von den Mitgliedern des DPCH begrüsst. Sie konnten nicht ganz verstehen, wieso „Zürcher“ einen so weiten Weg auf sich nehmen, wenn wir doch mehrere schöne Bisenfluggebiete direkt vor der Haustüre liegen haben.

Mit den gut organisieren Shuttles wurden wir zum Startplatz gefahren (normalerweise ist bei der Hohwacht laufen angesagt). Trotz hohem Pilotenaufkommen, wurde sehr effizient gestartet. Nur flugbereite Piloten, legten ihren Schirm am Startplatz aus, und starteten kurz darauf. So konnten wir auch bald in die Luft und das neue Fluggebiet von oben kennenlernen.

Beim ersten Flug waren wir vor allem auf Thermik angewiesen, da die Bise doch sehr schwach war. Die meisten von uns konnten sich etwas in der Luft halten und Höhe gewinnen, allerdings hielt uns die Inversion davon ab, höher als 1250 MüM zu steigen. Beim Landeplatz war noch Ziellanden angesagt: es galt eines von drei kleinen Planschbecken zu treffen. Da es am Landeplatz nur wenig Wind hatte, kam man meistens mit hoher Geschwindigkeit an oder wurde durch eine thermische Ablösung nochmals ein paar Meter gehoben und verfehlte so das Ziel. Einzig Marcel traf als einziger Pilot des Tages bei seiner zweiten Landung eines der Becken und erhielt sein verdientes Landebier.

                                

Beim zweiten Flug herrschte schon ein zügiger Wind am Startplatz. Diesmal war es einfach oben zu bleiben und durch Soaring gleich etwas Höhe zu gewinnen. Ein Schlauch weiter aussen trug mich dann auf 1450 MüM, was mir eine schöne Aussicht bescherte. Leider war die Sicht nicht sehr gut, sonst hätte ich wohl auch noch die Berner Alpen sehen können. Mit viel Gegenwind schaffte ich es knapp zum Landeplatz zurück.

Nun war es an der Zeit das Buffet zu stürmen. Zu Fliegerburger, Bratwurst und „Chlöpfer“ genossen wir im kühlen Schatten den kulinarischen Teil des Tages (an den Drink namens „Steilspirale“ getraute sich allerdings niemand von uns heran 😉 ). Der Präsident des DPCH hatte inzwischen auch vernommen, dass gleich 12 Mitglieder des PGZH aus Zürich angereist waren und war über diese Tatsache so erfreut, dass er dies gleich mehrmals über Lautsprecher bekannt gab. Wie Ehrengäste wurden wir von den sehr gastfreundlichen Locals und der halben Dorfbevölkerung, welche ebenfalls am Fest teilnahm, behandelt und sogar ein Dessert aufs Haus gab’s auch noch. Währendem die einen nach zwei Flügen genug Airtime getankt hatten, liessen sich andere noch zu einem dritten, vierten oder sogar fünften Flug animieren. Die Bedingungen waren den ganzen Tag lang einfach perfekt.

Zum Ende des Tages wurde noch ein Heissluft-Ballon auf dem Landeplatz gestartet, was für uns Gleitschirmpiloten auch spannend war, aus nächster Nähe zu verfolgen.

                 

Mit sehr positiven Eindrücken von einem schönen Fluggebiet und freundlichen Locals fuhren wir schliesslich wieder nach Hause. Wir danken dem DPCH sehr für das tolle Fest und die Gastfreundschaft! Auf bald wieder im schönen Baselland!

Barbara  W.


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One Response to “PGZH goes Basel”

  1. Hoi Barbara, euer Besuch in Lauwil hat uns sehr gefreut. Dein Bericht ist beste Fliegerreklame, zumal die Bilder gut gewählt sind. Wir hatten in den letzten Jahren nicht so schönes Flugwetter und haben dies selber enorm genossen. Als es dunkel war (beim Lagerfeuer), haben wir noch etwa 15 kleine Heissluftballone steigen lassen und dem Sternenhimmel konkurrenz gemacht. Ein würdiger Abschluss und ihr seid alle Zeit gerngesehene Flieger im Jura und herzlich willkommen.
    Gruss und allzeit HL, Dinu

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